Jahresrückblick 2025: Du kannst es nicht erzwingen
- Madeleine Hirtl
- 2. Jan.
- 15 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 21. Jan.
2025 war mein Jahr der drei großen Umbrüche: Selbstständigkeit, Perimenopause und die fast abgeschlossene Ausbildung zur Lebens- und Sozialberaterin. Zwischen Hustle-Mythen, Brainfog und Burnout blieb eine Wahrheit: Nichts ist erzwingbar. 2026 wird das Jahr der radikalen Selbstakzeptanz.
Es ist vieles gleichzeitig passiert, vieles hat ineinandergegriffen. Es war der Schritt in die Selbstständigkeit, die sehr reale Erfahrung von Perimenopause in Kombination mit ADHS und der Abschluss meiner Ausbildung zur Lebens- und Sozialberaterin. Jedes dieser Themen für sich hätte gereicht, um ein Jahr ordentlich zu füllen. Zusammen haben sie mein Leben ziemlich auf den Kopf gestellt – beruflich wie privat.
Ich habe 2025 viel über mich gelernt. Über meine Grenzen, über meine Energie, über die Illusion von Kontrolle und darüber, wie schnell alte Strategien nicht mehr funktionieren, wenn sich die Rahmenbedingungen ändern. Ich habe gelernt, dass Durchhalten kein Wert an sich ist und, dass Pausen keine Schwäche sind, sondern manchmal die einzige vernünftige Entscheidung. Und ich habe gelernt, dass Selbstständigkeit weniger mit Freiheit im Außen zu tun hat als mit Ehrlichkeit im Innen.
Dieser Jahresrückblick ist ein ehrlicher Blick auf ein Jahr voller Umbrüche, Zweifel, kleiner Siege und klarer Learnings. Vielleicht erkennst du dich an der einen oder anderen Stelle wieder. Vielleicht auch nicht. Für mich war es wichtig, dieses Jahr genauso festzuhalten, wie es war.
Inhaltsverzeichnis
Meine Themen in 2025
In diesem Jahr ist sooooo viel passiert, dass es wirklich schwer ist, hier alles aufzuzählen. Deshalb habe ich versucht, alles einzuordnen und zu gruppieren, und es sind diese drei Themen geworden, die mein 2025 prägen:
Endlich selbständig!
Am 28.04.25 habe ich mein Unternehmen gegründet. Nach sechs Monaten Vorbereitung im Unternehmensgründungsprogramm war es plötzlich Realität – ich bin Unternehmerin! Alles ist neu, alles ist spannend, alles macht Angst und Freude zugleich! Ich kann nur wiedergeben, was ich von einer Bekannten gehört habe: „Selbstständigkeit ist Persönlichkeitsentwicklung auf Speed.“ Und das kann ich zu 100 Prozent unterschreiben.
Ich war immer schon die Strategin, die Denkerin, die Planerin und Perfektionistin. Dass mich diese Skills (alleine) als EPU keinen Zentimeter weiterbringen, habe ich sehr schnell lernen müssen. Und was für eine Überraschung: Als EPU hast du keine Millionenbudgets, die es dir ermöglichen, alles Operative auszulagern. Nein, du machst alles selbst. Also lernst du, wie du Videos schneidest und im Metaverse herausfindest, welche Musik nun tatsächlich Lizenzfrei ist, während dein Kopf schon bei der Contentplanung fürs nächste Monat ist.
Und wie lange die einzelnen Schritte dauern, muss man auch erst mal herausfinden. Weil nur dann kann man eine realistische Zeitplanung machen und Prioritäten setzen. Lass mich gar nicht erst mit den ganzen guten Ratschlägen und Gurus da draußen anfangen, kein Wunder, dass alle Selbständigen mit ihrem Marketing überfordert sind. Da draußen erzählt dir ja jeder, er (absichtlich nicht gegendert) hätte das Wundermittel, das dich in drei Wochen zur Millionär*in macht. Also was glaubst du? Was machst du?

Genau diese Verunsicherung, die ich trotz meiner Fachkompetenz, selbst verspürst habe, hat mich dann nochmals in meiner Positonierung und meinen Coaching-Inhalten bestärkt. Ich will keine Guru sein, die eine vermeintliche Zauberformel vermarktet und jede*n nach Schema F "coached". Mir ist es wichtig, dass ich meinen Klient*innen Halt und Struktur biete. Die passenden Businessmodelle, Marketingkanäle, Botschaften, etc. sollen sie aber - mit meiner Unterstützung - für sich selbst erarbeiten, und nicht einfach eine X-beliebige Logik kopieren.
Ich bin nämlich der Überzeugung, dass man eine langfristig tragfähige Neuausrichtung der eigenen Selbstständigkeit nur dann schafft, wenn man in sich hört, und sich der eigenen Ressourcen, Stärken und Präferenzen bewusst wird. Diese dann auch annimmt, und die Neupositionierung und Neuausrichtung des eigenen Unternehmens dementsprechend durchführt. Denn ansonsten, ist nicht DEIN Unternehmensmodell, sondern ein "Franchise".
Perimenopause und ADHS - eine Kombi die niemand braucht
2025 hat mich die Perimenopause überrascht und durch Sonne und Mond geschickt. Oder vielleicht hat sie mich gar nicht überrascht und ich hab‘s dank meines Brainfogs einfach nicht mitbekommen. Emotional war ich ständig an der Grenze. Gelenkschmerzen - die kein Arzt (wieder absichtlich nicht gegendert) mit der Perimenopause in Verbindung gebracht hat - haben mich über Monate begleitet. Und natürlich die Dauermüdigkeit.
Am herausforderndsten war allerdings, dass meine ADHS-Coping-Strategien nach 44 Lebensjahren plötzlich nicht mehr funktioniert haben. Zum Beispiel war früher eine Deadline mein Antriebsmotor. Druck hat Energie erzeugt. Jetzt kam zwar der Druck, aber die Energie blieb aus.

Dazu kam, dass meine soziale Batterie kleiner als je zuvor geworden ist. Wenn deine Energie nur mehr für maximal einen privaten Kontakt pro Woche ausreicht, dann wird sogar dein Privatleben zu einem Strategie-Thema. Das für Österreich so wichtige Netzwerken ist automatisch hinten runtergefallen, echte Freundschaften und Familie sind nun mal wichtiger.
Und natürlich passiert das alles am Beginn deiner Selbständigkeit… Wo du Energie ohne Ende brauchst und du dich bei all den neuen Dingen nach ein bisschen Stabilität sehnst. Aber alles Jammern hilft nix, da muss man durch! Und deshalb wird mein gesamtes Leben, beruflich wie privat, neu gedacht werden, weil „funktionieren wie früher“ ist einfach keine Option mehr.
Dieses Erlebnis hat mich dann auch dazu inspiriert mein neuestes Angebot - Ich. Und Veränderungsbereit. - zu entwickeln. Denn egal, ob dir die Veränderung, so wie bei mir, "vom Körper aufgezwungen" wird, oder die Bereitschaft langsam in dir reift; Veränderung ist eine Herausforderung. Und Herausforderungen begegnet man besser mit Unterstützung.
Ich bin ausgebildete Lebens- und Sozialberaterin!
Na gut fast: die Prüfung ist am 07.01.26 – aber das ist ja quasi noch 2025.
Ich habe meine Ausbildung zur Lebens- und Sozialberaterin abgeschlossen und das ist etwas, worauf ich wirklich stolz bin. Nicht, weil mich die Inhalte an meine Grenzen gebracht hätten, sondern weil das Schreiben der Abschlussarbeit für mich die reinste Qual ist.
So sehr ich sonst lesen liebe, sind Literaturarbeiten (ein Teil der Abschlussarbeit) für mein Hirn schwer auszuhalten. Es ist dir ja quasi nicht erlaubt, eigene Gedanken zu formulieren, sondern du musst dich an bestehende Ideen anderer abarbeiten. Wenn du also eine eigene Idee hast, dann kannst du sie nur bringen, wenn sie in existierender Literatur „belegt“ ist. Sorry to say, aber das fühlt sich für mich wie Playback singen an – von dem ich auch keine große Freundin bin.
Es wäre nicht die erste Ausbildung gewesen, die an der Abschlussarbeit gescheitert wäre... Umso wichtiger war es mir, dranzubleiben und mit allen Mitteln sicherzustellen, dass ich diese Arbeit abgebe. Ja klar eine Prüfung und Präsentation der Arbeit gehört auch noch zum Abschluss, aber das lässt sich mit meinem Hirn um einiges einfacher auf die Reihe bringen.
Meine Abschlussarbeit dreht sich übrigens um personenzentrierte Beratung im patriarchalen Kontext. Dazu habe ich einen Reflexionsleitfaden entwickelt, der Lebens- und Sozialberater*innen dabei unterstütz, bias-, sprach und kontextsensibel im Beratungssetting zu agieren. Und dazu wird’s in 2026 natürlich mindestens einen Blog-Artikel geben.
Jetzt heißt es „nur noch“ die letzten protokollierten Übungsstunden für die Gewerbeanmeldung zu sammeln und dann darf ich endlich auch in meinem selbständigen Setting uneingeschränkt Themen der psychosozialen Beratung abdecken. (In Österreich ist Lebens-& Sozialberatung streng reglementiert, die Grundlogik könnt ihr hier nachlesen.) Falls du Interesse hast mir beim Übungsstunden sammeln zu helfen, und mit mir in einem klassischen Lebens- & Sozialberatungssetting zu arbeiten, dann melde dich bei mir. Bis ich den Gewerbeschein für Lebens- & Sozialberatung gelöst habe, fallen keine Kosten für dich an.
Weitere besondere Momente in 2025












Mein 2025-Fazit
Was da alles in einem Jahr zusammengekommen ist, überrascht mich selbst!
Worauf bin ich 2025 stolz?
Worauf ich wirklich, wirklich stolz bin, sind die beiden Coaching Programme , die ich entwickelt habe. Stellt euch das vor: zwei verschiedene Programme, die Menschen Struktur geben ihr Ziel zu erreichen, aber sie nicht in ein „Schema F“ zwingen. Das macht mich richtig glücklich und zwar nicht nur weil ich es geschafft habe es auf die Straße zu bringen, sondern weil mir das so ein Herzensanliegen ist.
Ich bin einfach keine Freundin von Schema-F, dafür sind wir als Menschen zu verschieden. Also warum soll ich jemanden einreden Instagram oder ein Online-Kurs ist der beste und einzige Weg? Ja, es kann ein Weg sein, aber eben nur, wenn er zu dir und deiner Zielgruppe passt!
Und am aller coolsten finde ich, dass es mir gelungen ist mit meinen Programmen meine beiden Leidenschaften – Positionierung und Persönlichkeitsentwicklung zusammenzubringen.
Erste Male: Das habe ich 2025 zum ersten Mal erlebt.
Wenn man sich frisch selbstständig macht, dann ist alles neu und ein „erstes Mal“. Egal ob Buchhaltung, Präsentieren oder Rechnungslegung. Selbst wenn das als Angestellte zu meinen „No-Brainer“ Aktivitäten gezählt hat, wenn du es für dein eigenes Unternehmen machst, dann gehört Herzklopfen dazu.
Selbstvermarktung
Und die Selbstvermarktung ist ja dann nochmals eine Nummer für sich… Denn selbst wenn ich schon hunderte Marketingstrategien entwickelt habe und unzählige Male Content produziert habe, so habe ich das noch nie FÜR MICH gemacht. Ich sag‘s euch, das ist auch für eine gestandene Marketerin wie mich keine Leichtigkeit gewesen.
Klar habe ich mich bei jeder Bewerbung und bei jedem Jobinterview „selbstvermarkten“ müssen. Mit einer linearen Karriere wie meiner, ist das aber nicht wirklich eine Kunst, weil die „Fakten für sich sprechen“. Und natürlich spricht man nach 20 Jahren in der Corporate-Welt exakt die richtige Sprache. Aber in der Selbstständigkeit als EPU, speziell im Online-Business, da gelten andere Regeln…
Und um diese Spielregeln zu durchschauen ist es bei mir ganz schön philosophisch zugegangen; die Frage „wer bin ich und wie viele“ tauchte nicht nur einmal auf. Welche Seiten von mir soll ich zeigen, welche besser nicht? Bin ich dann noch authentisch? Was, wenn die Selbstständigkeit scheitert, hat meine Positionierung Konsequenzen, wenn ich doch wieder in die Angestellten-Welt zurückkehre? Wie bringe ich meine Positionierung für mein Online-Business (je kleiner die Nische und differenzierter, desto besser) mit meiner Rolle als Trainerin für Changemanagement und Führungskräfteentwicklung (klassisch, breit aufgestellt, fachlicher Fokus) unter einen Hut?
Dass ich eine notorische Overthinkerin bin und mein ADHS-Hirn erst Handlungserlaubnis gibt, wenn alles einen Sinn hat, hat die Situation natürlich nicht besser gemacht.
Aber: here we are! Ich habe mich als Business Empowerment Coachin für selbstständige Expert*innen positioniert. Ich zeige meine Facetten, Haltung und Werte im Vertrauen, dass es in jeder Lebenssituation den passenden Deckel für den Topf gibt. Ich habe auch eine Lösung für mein „Trainerinnen-Dilemma“ – ich werde einfach eine eigene Landingpage entwickeln!
Impact
Was für mich allerdings das tollste erste Mal war, war das Gefühl einen wirklichen und direkten Impact im Leben anderer, durch meine Arbeit zu haben. Es ist wirklich ein Privileg Menschen bei Veränderungen begleiten zu dürfen. Ich durfte an deren Seite sein, wenn sie schwere und zukunftsweisende Entscheidungen getroffen haben. Ich durfte sie begleiten, wenn sie ihre Wünsche zur Realität werden ließen.
So wie eine meiner Lieblingskund*innen – Ursula die Wölfin. Ich durfte Ursula begleiten sich von ihrer Rolle als Personal Trainerin zu verabschieden und sich als Expertin für Beckenboden-Gesundheit für Frauen über 40 zu positionieren. Sie ist für mich das lebende Beispiel dafür, dass sie bereits alles in sich hatte, was es brauchte. Meine Aufgabe war es lediglich dabei zu unterstützen alles für sich selbst neu zu entdecken, zu ordnen und dann der Welt zu zeigen.
Welche wichtige Lektion hat mir 2025 mitgegeben?
Du kannst es nicht erzwingen! Man möchte glauben mit 44 Jahren ist das keine Neuigkeit mehr, aber leider…
Wenn du ADHS hast und ~20 Jahre erfolgreich in der Corporate World unterwegs warst, dann sind Coping-Strategien und Masking zu deinen besten Freunden, eigentlich zu einem Teil von dir, geworden. Du kennst genügend Tricks und Kniffe wie du deine Leistung abrufen kannst und alles, was von dir erwartet wird, ablieferst. Natürlich perfekt und pünktlich! Du weißt, was es braucht, um nach allen Regeln der Kunst in die neurotypische Welt zu passen.
Und dann …
Dann klopft die Peri-Menopause an die Tür und zeigt dir den metaphorischen Mittelfinger. All die Hormone, die es braucht, um „zu funktionieren“, und du als ADHS-Mensch von Haus aus schon zu wenig hast, verabschieden sich zur Gänze aus deinem Leben. Du hast keine Energie mehr für Masking; was natürlich zur Katastrophe wird, wenn man durch den Hormonhaushalt permanent am Heulen oder kurz vorm Explodieren ist. Und das Beste? Deine Coping-Strategien funktionieren nicht mehr. Keine Einzige.
Weil ich das aber nicht akzeptieren will, power ich durch. Ich beiße mich durch, ich mache weiter, ich versuche alle Tricks, versuch‘s mit Nahrungsergänzung, mit extra viel Eiweiß… Ich versuche alles außer das, was mein Körper so dringend braucht: Pause machen, das Leben an die neue Realität anpassen.

Das Tolle an dem menschlichen Körper ist ja, dass er dir ganz genau deine Grenze zeigt, wenn du vorher nicht auf die dezenten Hinweise gehört hast. Nun ja, die Grenze, die mir mein Körper gesetzt hat, war ein Burnout. Göttin sei Dank hab ich wenigstens diese Zeichen schon im Anfangsstadium ernstgenommen. So kam es dann auch, dass ich ziemlich am Beginn meiner Selbstständigkeit gleich drei Monate so gut wie außer Gefecht war. Meine gesamte Energie habe ich für die Arbeit mit meinen Bestandskund*innen aufgebracht – und jede einzelne Stunde, die ich mit ihnen verbringen durfte, hat mir wieder Energie zurückgegeben. Und das hat mir gezeigt, dass ich mich richtig entschieden hab – für die Selbstständigkeit, für die Art der Zusammenarbeit und für meine Themenfelder.
Wofür bin ich 2025 besonders dankbar?
Besonders dankbar bin ich…
meiner Familie, weil sie immer hinter mir steht, mich ermutigt meinen Weg zu gehen, an mich glaubt und mich unterstützt, wenn ich es brauche.
meinen Fangirls- und boys, die mich in Momenten des Selbstzweifels ermutigt haben dranzubleiben und mir immer den Rücken gestärkt haben.
meinen Freund*innen, die mein neurospicy Dasein ganz und gar akzeptieren und meistens auch lieben.
meinem tollen Netzwerk, dass mir die tollsten Kund*innen und Aufträge vermittelt hat.
meinen Katzen, weil sie für mich die besten Stress-Sensoren und Therapeut*innen der Welt sind.
meinem Privileg mich auf das Abenteuer Selbstständigkeit einlassen zu können.
meiner Perimenopause, die einen anstehenden persönlichen Entwicklungsschritt eingefordert und vorangetrieben hat.
Was lasse ich im Jahr 2025 zurück und nehme es nicht mit ins 2026er Jahre?
Ich hör auf mir Schuldgefühle einzureden, weil ich nicht „konsistent“ bin. Zum einen, weil ich es ja bin, aber eben auf eine andere Art als ein neurotypischer Mensch. Zum anderen, warum soll ich mir Schuldgefühle einreden für etwas, das ich nicht beeinflussen kann? Ich habe ja auch kein schlechtes Gewissen, weil ich Kurzsichtig bin. Klar, so wie ich mir eine Brille hole, um besser zu sehen, hole ich mir Hilfe, um mein neurodivergentes Hirn zu unterstützen in der neurotypischen Welt zu leben. Aber Schuldgefühle? Nein, die lass ich in 2025 zurück!
Mein 2025 in Zahlen

Webseiten-Besucher: 480
Instagram-Follower*innen: 213 (die ersten 500 sind die schwersten…)
Facebook "Freund*innen": 318
Anzahl deiner veröffentlichten Blogartikel: 4
Anzahl Kund*innen/Projekte: 10
Abgeschlossene Ausbildungen: (fast) 1
Dokumentierte Stunden um den Gewerbeschein als Lebens- und Sozialberaterin zu lösen: 241
Gelesene Bücher: 18
Mein Ausblick auf 2026
Glaubt man ans chinesische Horoskop wirds ein mega Jahr für uns Alle. Und so solls bei mir laufen:
Was ich 2026 anders mache
Wenn ich mein Learning aus 2025 „man kann nichts erzwingen“ auch nur halbwegs ernstnehmen möchte, dann muss ich für 2026 jedenfalls mehr Pausen für mich einplanen.
Pausen
Und dabei meine ich nicht Frühstücks- Mittags- und Kaffeepause bei einem geregeltem 9-5 Arbeitsleben. Mit Pausen meine ich, nicht erst dann eine Pause zu machen, wenn ich mir schon drei Mal gedacht habe „nur noch das noch schnell fertig machen“ und wirklich am Zahnfleisch gehe. Also vielleicht doch geregelte Frühstücks- Mittags- und Kaffeepause? Mhmmm ich glaub da brauch ich noch einen besseren Plan…
Terminplanung neu

Um meinen Energie- & Motivationshaushalt gerechter zu werden, werde ich im nächsten Jahr jedenfalls darauf achten, meine Termine anders zu organisieren. Im Optimalfall gibt es jeweils einen reinen „Termintag“ und einen Tag zum „Fokus-Arbeiten“, die anderen Tage sind dann bestenfalls so aufgeteilt, dass vormittags für „Working ON the Business“ und nachmittags für „Working IN the Business“ reserviert ist.
Real- und Long-Content
Ich habe die ersten Monate meiner Selbstständigkeit den Fokus auf Instagram gelegt. Damit ich „möglichst schnell“ Follower*innen gewinne, habe ich mich so sehr an die Ratschläge der Gurus gehalten, dass ich mich am Ende gar nicht mehr selbst erkannt habe, wenn ich auf mein Insta-Profil geschaut habe. Nach einer „Zwangspause“ fang ich jetzt wieder an mit dem Posten, und zwar so wie mir danach ist und nicht wie es irgendwelche Regeln definieren. Auch wenn es dann noch 100 Jahre braucht, um organisch Reichweite aufzubauen, wenigstens hats Spaß gemacht und es finden mich auch nur die Richtigen!
Mir wurde beim Reflektieren auch schnell klar, warum mich Instagram so genervt hat. Insta ist Smalltalk und den mag ich in der Realität auch nicht. Ich bin einfach kein Mensch für Kurzbotschaften. Schon gar nicht, wenn ich dann auch noch nach „Clickbait-Logik“ agieren muss, um Aufmerksamkeit zu erlangen.
Ich liebe es lange, komplexe und zum Teil verworrene Stories zu erzählen, die in die Tiefe gehen. Quasi stundenlang vorm Kamin philosophieren, und das hat halt auf einem so schnellen Medium wie Insta keinen Platz. Deshalb habe ich auch bereits im Dezember mit Bloggen begonnen und möchte das jetzt kontinuierlich im 2026er Jahr (und die Jahre darüber hinaus) weitermachen.
Also speichere meinen Blog gleich unter den Favoriten ab und stay tuned!
So kannst du 2026 mit mir zusammenarbeiten
Als Business Empowerment Coachin habe ich mir zur Aufgabe gemacht selbstständigen Frauen* „Hilfe zur Selbsthilfe“ anzubieten. Ich bin nämlich davon überzeugt, dass wir alles, was es für Erfolg braucht, bereits in uns tragen.
Bei manchen von uns sind diese Ressourcen ein bisschen versteckter als bei anderen, aber sie sind da! Bei manchen sind diese Ressourcen offensichtlich, aber die Personen sind trotzdem nicht glücklich, weil sie einer Definition von Erfolg nachlaufen, die nicht zu ihnen passt.
Im Grunde helfe ich Frauen* also Klarheit darüber zu bekommen, wo die Selbstständigkeit hingehen soll, und erarbeite dann gemeinsam den Weg dorthin. Dabei geht’s nicht nur um Marketing- oder Business-Themen, sondern auch um das Aufarbeiten von Glaubenssätzen, Übungen zur Selbstakzeptanz und dem Ablegen von patriarchalen Denkmustern.
Meine bewährten Programme

Weil jede*r von uns andere Schwerpunkte und Bedürfnisse hat, habe ich aktuell diese drei Programme im 1:1 Setting im Angebot:
Ich. Und Veränderungsbereit: 90 Minuten Empowerment Coaching für Frauen*, die den nächsten Schritt (in ihrer Selbstständigkeit) setzen wollen.
Ich. Ohne Kompromiss: Das 3-Monats Business Empowerment Coaching für Expert*innen, die endlich das „selbst&ständig“ gegen planbare Umsätze tauschen wollen.
Ich. Und Unverkennbar: Das 10 Wochen Business Coaching, für Expert*innen, die bereit sind zur Marke zu werden.
Coming soon: Mein erster Onlinekurs
Aktuell arbeite ich gerade an der Entwicklung meines Onlinekurs „Self-Led Business“. Der Kurs richtet sich an selbstständige Expert*innen, die aktuell in der Selbstausbeutung feststecken und in die Selbstführung kommen möchten. Dazu durchlaufen sie einen fünf Phasen Prozess, bei dem ich helfe, endlich eine klare Positionierung zu finden, dazu passende Angebote und eine Marketingstrategie zu entwickeln.
Da gemeinsam immer besser ist als einsam, gibt’s natürlich ein wöchentliches Gruppencoaching, sowie eine Chatgruppe, in der du alle Fragen stellen kannst, die auf dem Weg auftauchen.
Wenn du Teil meiner Testgruppe werden möchtest, dann kannst du dich bald auf einer Warteliste eintragen. Du bekommst den niedrigsten Preis, den es je geben wird, im Gegenzug wünsche ich mir ehrliches Feedback von dir.
Die Ersten, die erfahren, wann die Warteliste offen ist, sind meine Newsletter-Abonennt*innen - also meld dich für meinen Newsletter an, um alle Details zu erfahren!
Meine 7 Ziele für 2026
Ziel 1: Mein größtes Ziel ist es in 2026 (mind.) 500 Newsletter-Abonnent*innen zu gewinnen. Wenn du also noch nicht auf meiner Newsletter Liste stehst und dich Themen rund um Female Business Empowerment interessieren, dann kannst du dich hier zum Newsletter anmelden.
Ziel 2: Dieses Ziel wird euch nicht überraschen, wenn ihr den vorherigen Abschnitt gelesen habt. Mein Ziel ist es meinen Onlinekurs launchen!
Ziel 3: (Weiterhin) Einen Blog-Artikel pro Woche veröffentlichen.
Ich hoffe wirklich ich schaffe es; als ein neurospicy Mensch ist das nicht so ohne, bei schwankender Energie etwas linear-konstant zu liefern. Ihr könntet mir aber ein wenig helfen. Schreibt mir in die Kommentare welche Themen euch interessieren bzw. auf welche Fragen ihr gerne Antworten hättet.
Warum das hilft? Wenn ich den Blog für jemand anderen schreibe, dann gibts ein Gefühl der Accountability und dann fällt alles gleich viiiiiel einfacher!
Ziel 4: Ich wünsche mir für 2026 weitere Gastauftritte in Podcasts zum Thema feministisches Business. Wenn du also einen thematisch passenden Podcast hast und auf der Suche nach Gäst*innen bist: Melde dich bei mir unter hello@thecolorme.com
Ziel 5: Nachdem ich mit 2025 meine Ausbildung abgeschlossen habe, möchte ich für 2026 natürlich auch den Gewerbeschein für Lebens-& Sozialberatung lösen. In Österreich ist die Lebens-& Sozialberatung ein streng reglementiertes Gewerbe. Du brauchst für den Gewerbeschein nicht nur eine staatlich anerkannte Ausbildung, sondern auch 750 Übungsstunden im Fachbereich (656 von 750 sind per 31.12.25 schon erledigt)
Ziel 6: Ich glaub das Ziel kennen wohl viele… Ich möchte eine „Mindful-Hour“ in meinen Tag integrieren. Einfach 1h Zeit die nicht der Produktivität oder Ablenkung gewidmet ist. Meine Idee hinter der Mindful-Hour ist es etwas zu machen, dass mir langfristig körperlich oder psychisch gut tut. Also etwas Gesundes kochen, eine Runde spazieren gehen, in die Luft schauen oder ins Fitnesscenter gehen. Ganz egal was und wie intensiv – Hauptsache eine Stunde wo der Fokus auf mir als Individuum liegt.
Ziel 7: Akzeptieren, dass das (Business)Leben als neurospicy Frau in der Perimenopause nicht wie früher und schon gar nicht nach klassischen Businessregeln funktioniert.
Mein Motto für 2026 heißt: Radikale Selbstakzeptanz
Ich bin mir ziemlich sicher, dass das der einzige Weg für mich ist, um meine (Business) Ziele mit Freude und ohne Selbstgeißelung zu erreichen.










Danke für diesen ehrlichen, realen Jahresrückblick - ich denke hier finden sich in den unterschiedlichen Themen ganz schön viele. Ich freue mich immer über deine Beiträge, Posts und darauf dich auch dabei 2026 zu begleiten. Schön, auch mal hinter die Fassade zu schauen und DANKE für deinen Mut das auch zuzulassen. Ich wünsche dir für das neue Jahr viel Freude, Erfolg und die notwendige Gelassenheit! GLG Christina
Hallo Madeleine,
was für ein Jahr?! Herzlichen Glückwunsch zu deinem Schritt in die Selbstständigkeit 🥳
Habe den Abschnitt zu den Instagram Guru‘s sehr gefühlt. So ging es mir 2024 und mache es jetzt auch auf meine Art. Das fühlt sich sehr viel stimmiger an.
Wie lange bloggst du schon? Habe durch den Jahresrückblog richtig Lust bekommen und möchte das dieses Jahr ausbauen.
Viele Grüße
Janina
Liebe Madeleine, ich finde es spannend, dass ich doch jedes einzelne Mal, wenn ich einfach scheinbar wahllos auf einen der vielen erscheinenden Blogartikel klicke, doch gefesselt werde und so viele Parallelen entdecke. ADHS und Perimenopause, mich hat es gerade im letzten Jahr (mit 50/51) nochmal so richtig erwischt - das mit der sozialen Batterie kann ich sowas von nachempfinden. Der Akku ist schneller leer als er wieder aufgeladen wird. Liebe Grüße, Daniela
Liebe Madeleine,
Ach, wie schön, ich bin nicht alleine! Auch ich bin voller Elan in den Blog gestartet, habe mich als freie Autorin nebenberuflich selbstständig gemacht, um jetzt kaum noch Energie zu haben. Ich finde es großartig, wie du aussortiert hast und dich selbst ernst nimmst. Ich muss auf dem Weg zu weniger Druck noch eine Menge lernen. Liebe Grüße von Ramona (www.Funkelflocke.de)
Liebe Madeleine,
herzlichen Glückwunsch zum Schritt in die Selbständigkeit! Ich fühle es so sehr, dass du schreibst, dass die Selbständigkeit ein Turbo für Persönlichkeitsentwicklung ist. Das kann ich nur bestätigen. Und auch in deinen Erfahrungen, die du mit Instagram und den vermeintlichen Gurus auf diesem Gebiet gemacht hast, kann ich mich wiederfinden. Ich bin sehr gespannt auf deinen weiteren Weg und wünsche Dir für 2026 viel Spaß und Erfolg mit deiner Selbständigkeit!
Liebe Grüße
Melissa